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Hauptseite : Etherische Öle
 
Einleitung

Etherische Öle, Oberbegriff für verschiedene duftende Substanzen, die aus Pflanzen gewonnen werden. Sie lassen sich auch synthetisch, beispielsweise aus bestimmten Chemikalien im Steinkohlenteer, erzeugen. Halbsynthetische etherische Öle stellt man auf der Basis von natürlichen her (siehe Chemie, organische; Erdöl).


Quellen

Etherische Öle kann man aus verschiedenen Pflanzenteilen isolieren: aus Blüten, Früchten, Blättern, Wurzeln, Samen oder aus der Rinde. Lavendel-Öl wird z. B. aus der Blüte des Echten Lavendels gewonnen, Patschuli-Öl erhält man aus dem Blatt der Patschulipflanze und das Orangen-Öl aus der Frucht. Die Öle werden in den grünen (Chlorophyll enthaltenden) Teilen der Pflanze gebildet und beim Reifen in andere Pflanzenbereiche transportiert – vor allem in die Blütenzweige. Die genaue Funktion der etherischen Öle in den Pflanzen ist nicht bekannt. Vielleicht locken sie Insekten für die Bestäubung an oder wehren schädigende Insekten ab. Möglicherweise stellen sie auch nur Zwischenprodukte komplexerer Abbaureaktionen dar, die in den Pflanzen ablaufen.

Die etherischen Öle sind leicht flüchtige Flüssigkeiten. Meist sind sie in Wasser unlöslich, aber gut löslich in Alkohol, Ether oder pflanzlichen und mineralischen Ölen. Etherische Öle sind komplizierte Gemische. Ein einzelnes Öl enthält meist fünf bis zwanzig verschiedene Verbindungen. Zu den gefundenen Substanzklassen gehören Alkohole, Ester, Aldehyde, Ketone, Lactone, schwefel- und stickstoffhaltige Verbindungen sowie Kohlenwasserstoffe.


Herstellung und Anwendung

Etherische Öle kann man z. B. durch folgende Verfahren gewinnen: Wasserdampfdestillation, Extraktion durch flüchtige Lösemittel, maschinelles oder manuelles Auspressen und Adsorption an Fetten, die in diesem Fall als Lösemittel fungieren. Außerdem lassen sich einige etherische Öle synthetisch herstellen. Die Rohprodukte werden meist durch Vakuumdestillation gereinigt.

Etherische Öle sind wichtige Ausgangsstoffe bei der Parfümherstellung und werden auch für Seifen, Desinfektionsmittel und ähnliche Produkte benötigt. Unter anderem dienen sie auch dazu, Kaffee, Tee oder destillierten Alkoholika ein bestimmtes Aroma zu verleihen. In der Medizin kommen sie wegen ihres angenehmen Geruchs oder aufgrund ihrer schmerzlindernden Eigenschaften zum Einsatz. Hier können verschiedene Artikel über einzelne etherische Öle aufgerufen werden.


Quelle:
"Etherische Öle," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007
http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
 
 
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Parfum Informationen : Parfümerzeugung
 
Parfümerzeugung

Parfümerzeugung, im allgemeinen Sinn die Verfahren zur Parfümherstellung auf der Basis von natürlichen oder synthetischen Duft- bzw. Riechstoffen. Natürliche Riechstoffe sind angenehm riechende Substanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft – zu diesen gehören beispielsweise etherische Öle. Um Stoffe mit einer vergleichbaren Wirkung zu gewinnen, nutzt man prinzipiell zwei Wege:

* a) der natürliche Riechstoff wird vollständig synthetisiert (z. B. Vanille) oder
* b) man synthetisiert nur den Teil des Riechstoffes, der den Duft des natürlichen Produktes ausmacht.

Im Fall a) spricht man auch von naturidentischen Riechstoffen, im Fall b) auch von halbsynthetischen Produkten. In beiden Fällen nutzt man natürliche Ausgangsstoffe, die dann auf chemischem Weg behandelt werden.

Die vier wichtigsten Riechstoffe tierischer Herkunft sind Moschus, Zibet, Ambra (auch Amber) und Castoreum. Moschus ist ein getrocknetes Drüsensekret der männlichen Moschustiere. Ein ähnlicher Stoff wird von Moschusochsen, Bisamratten und Florida-Alligatoren abgesondert. Zibet ist ebenfalls ein Drüsensekret und wird von der Zibetkatze (Viverra zibetha) gewonnen – diese stammt ursprünglich aus Afrika. Ambra, ein Gallensekret der Pottwale, ist vermutlich das Ergebnis einer Stoffwechselstörung. Castoreum ist ein Drüsensekret der Biber, das in frischem Zustand zähflüssig ist. Für die kommerzielle Verwendung wird es rauchgetrocknet. Tierische Duftrohstoffe sind deshalb wertvoll, weil sie die flüchtigeren pflanzlichen Rohstoffe fixieren.

Pflanzliche Riechstoffe erhält man u. a. aus den Blättern (z. B. Salbei, Thymian und Minze) und aus der Rinde (z. B. Zimt und Kassie). Außerdem dienen auch das Holz (z. B. Campher sowie Zedern- und Sandelholz), die Blütenblätter (z. B. Rosen und Veilchen), Samen (bei Anis und Kümmel) sowie Wurzeln (z. B. Schwertlilie) als Ausgangsmaterial. Darüber hinaus lassen sich auch aus den Schalen von Früchten (z. B. Orangen) oder bestimmten Baumharzen (z. B. Myrrhe) natürliche Riechstoffe gewinnen.

Das Zentrum der Parfümherstellung aus natürlichen Stoffen ist seit Jahren die Stadt Grasse in Frankreich. Blumen für die Parfümerzeugung werden auch in der Türkei, in Bulgarien, Indien und Syrien angebaut. Istanbul und Edirne in der Türkei sind besonders bekannt für die Herstellung von Rosenöl.


Quelle:
"Parfümerzeugung," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007
http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
 
 
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Parfum Informationen : Ätherisches Öl
 
Ätherische Öle (auch: etherische Öle, [etherartig, wie Ether flüchtig]) sind ölige, leicht verdampfende Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben. Im Gegensatz zu fetten Ölen verdampfen sie vollständig und hinterlassen auf Papier keine "Fettflecke". Sie sind aus vielen verschiedenen Komponenten zusammengesetzt, sind fettlöslich, enthalten jedoch keine Fette. In Wasser sind sie nur sehr wenig löslich, hier schwimmen sie tropfenförmig auf der Wasseroberfläche.

Allgemein

Ätherische Öle enthalten Stoffe, die der Pflanze dazu dienen können, Insekten zur Bestäubung anzulocken, Schädlinge fernzuhalten und gegen Krankheiten zu schützen, die z. B. durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden. In diesen Aufgaben sind sie den Alkaloiden ähnlich, kommen aber nie zusammen mit Alkaloiden vor. Ätherische Öle werden in Öldrüsen gebildet und im Pflanzengewebe gespeichert. Sie befinden sich in den Blüten, Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Rinden oder im Holz. Manche Pflanzen liefern aus verschiedenen Pflanzenteilen ätherische Öle unterschiedlicher Zusammensetzung, z. B. Zimtrinden- und Zimtblätteröl, die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung komplett unterscheiden.

Verwendung

Ätherische Öle werden meist als Duftstoff benutzt, in der Kosmetikindustrie verwendet und haben auch Bedeutung als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen. Es gibt einige nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die als Wirkstoffe ätherische Öle enthalten. Präparate mit ätherischen Ölen können Schleim lösende Wirkung bei Katarrhen der oberen Atemwege, Bronchitis, etc. haben, wie Eukalyptus oder Menthol. Auch Wirkungen gegen Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich, z. B. durch Tees mit Fenchel-Kümmel-Anis, besonders in der Kinderheilkunde, und bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Salbei, Kamille), werden auf ätherische Öle zurückgeführt.

Umgang mit ätherischen Ölen

Ätherische Öle bedürfen eines bewussten Umgangs und Kenntnis der Biochemie. Die meisten ätherischen Öle sind haut- und schleimhautreizend und dürfen nie pur, sondern nur stark verdünnt angewendet werden. Zum Aufbringen auf die Haut sollten sie stets durch ein Pflanzenöl, wie z. B. Mandel- oder Jojobaöl, verdünnt oder in Pflegeprodukten (Ölbad oder Bodylotion) enthalten sein. Bei empfindlicher Haut sollte immer eine Kontaktprobe in der Ellenbeuge vorgenommen werden. Allergiker sollten beachten, dass bei einer Reaktion auf eine bestimmte Pflanze auch Reaktionen auf die entsprechenden ätherischen Öle zu erwarten sind.

Chemische Inhaltsstoffe

Ätherische Öle bestehen größtenteils aus Terpenen, die sich formal aus Isopreneinheiten ableiten lassen. Monoterpene bestehen aus zwei, Sesquiterpene aus drei Isopreneinheiten. Chemisch handelt es sich um Vielkomponentengemische. Die Wirkweisen ätherischer Öle werden durch die Inhaltsstoffe bestimmt, die sich in die Inhaltsstoffgruppen Monoterpenketone, Ether, Cumarine, Ester, Aldehyde, Phenylester, Monoterpenole, Phenole, Monoterpene, Oxide, Sesquiterpenketone, Sesquiterpene und Sesquiterpenole unterscheiden.

* Phenylpropanderivate, wie Apiol, Zimtaldehyd, Anethol, Dillapiol, Estragol
* Furanocumarine, wie Coriandrin
* Triterpen, wie Coriandrindiol

Herstellung ätherischer Öle

Das gebräuchlichste Verfahren zur Gewinnung von ätherischen Ölen ist die Wasserdampfdestillation. Dazu wird Pflanzenmaterial in einen Brennkessel geschichtet, der Kessel verschlossen und heißer Wasserdampf eingeblasen. Der Dampf löst das ätherische Öl aus der Pflanze. In einem gekühlten Rohr kondensiert das Öl-Wasser-Gemisch und bei der abschließenden Abkühlung trennt sich in einem Auffangbehälter das Öl vom Wasser. Das ätherische Öl schwimmt auf und kann abgeschöpft werden. Eine Besonderheit ist die Co-Destillation. Hier werden Pflanzen, die sich nicht alleine destillieren lassen, wie z. B. Algen, Brennnessel oder Heu, zusammen mit einer anderen Pflanze als Trägerstoff destilliert. Öle einiger Blütenarten, wie Jasmin, Tuberose oder Mimose, können nicht per Wasserdampfdestillation gewonnen werden.

Die Kaltpressung wird nur für Zitrusöle angewandt. Die Schalen werden gepresst, hierdurch entsteht eine Emulsion aus Flüssigkeit und ätherischem Öl, das durch anschließende Zentrifugierung abgetrennt wird. Werden Zitrusfrüchte mit Pestiziden behandelt, dann finden sich diese Stoffe auch im ätherischen Öl.

Extraktion wird vor allem bei Blütenölen praktiziert. Dazu werden die Pflanzen in ein Lösungsmittel, meist Hexan gelegt, das alle löslichen Aromastoffe, auch Wachse und Farbstoffe entzieht. Anschließend wird das Lösungsmittel abdestilliert. Zurück bleibt eine wachsartige Masse, die mit Alkohol nochmals extrahiert oder destilliert wird. Solche ätherischen Öle nennt man auch Absolues. Rückstandskontrolle kann gewährleisten, dass sich kein Lösungsmittel mehr im ätherischen Öl befindet. Die Extraktion mit Fetten, die sogenannte Enfleurage wird heute kaum mehr praktiziert wird, da das Verfahren sehr kostspielig ist.

Haltbarkeit

Bis auf die Zitrusöle, die nur maximal zwei Jahre haltbar sind, können die meisten ätherischen Öle jahrelang aufbewahrt werden. Ein gutes Rosen- oder Sandelholzöl kann wie ein sehr guter Wein im Laufe der Zeit immer reifer und besser werden.

Im Handel erhältliche ätherische Öle

Naturbelassene Öle

Naturbelassene Öle werden direkt aus Pflanzen gewonnen. Ein hochwertiges ätherisches Öl zu erkennen ist nicht leicht, da die Bezeichnung "ätherisches Öl" nicht geschützt ist und auch für rein synthetische Produkten verwendet wird. Als Leitfaden für naturbelassene Öle können die Angaben auf dem Etikett dienen:

* Die Anbauweise der Pflanze: konventionell, mit Düngemitteln und Pestiziden, kbA - kontrolliert-biologischer Anbau oder Wildsammlung.
* Der deutsche und botanische Name der Pflanze, um Verwechselungen mit anderen Pflanzen zu vermeiden.
* Das Herkunftsland, in welchem Teil der Welt die Pflanze angebaut wurde
* Der Pflanzenteil, der verwendet wurde (Wurzel, Blüte, Frucht oder Blatt), ebenso der Chemotyp der Pflanze. Bei verschiedenen Arten (Beispiel Thymian - Thymian Thymol oder Thymian Linalool) können sie völlig unterschiedliche Zusammensetzung und Wirkungsweisen haben.
* Gewinnungsverfahren des ätherischen Öles
* Bei Extraktion: Angabe des Lösungsmittels und ob das Produkt rückstandskontrolliert ist
* Bei zähflüssigen ätherischen Ölen (wie Vanille, Tonka) die Art des Verdünnungsmittel (meist Weingeist, Alkohol oder Jojobaöl) und das Mischungsverhältnis in Prozent
* Chargennummer, unter der man beim Hersteller die biochemischen und physikalischen Analysen abrufen kann.

Natürliche Öle

Natürliche Öle bestehen aus mehreren naturreinen Komponenten, werden also nicht zu 100 % aus der namensgebenden Pflanze gewonnen. Ein Lavendelöl kann mit einem billigeren, anderen naturreinen Öl vermischt werden und wird dann als natürliches Öl bezeichnet. Natürliche Öle dürfen keine synthetischen Zusätze enthalten. Eine Mischung eines naturreinen Öles mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man als natürlich/naturidentisch bzw. N/NI. Für aromatherapeutische Zwecke sind solche ätherischen Öle nicht geeignet, da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen können.

Naturidentische Öle

Ihre Bestandteile werden künstlich hergestellt und miteinander vermischt, sie entsprechen in ihrer chemischen Zusammensetzung den natürlichen Vorbildern, sodass sie wie natürliche Öle riechen. Allerdings haben sie (nach Meinung von Esoterikern) keine Wirkung auf Körper, Geist und Seele. So besteht ein naturidentisches Rosmarinöl aus ca. elf Bestandteilen, während das naturbelassene ätherische Öl ca. 150 Inhaltsstoffe hat.

Künstliche Öle

Sie besitzen kein natürliches Gegenstück und werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften "designed". Gesundheitlich sind viele nicht unumstritten, vor allem, da sie sich im Fettgewebe des Organismus anreichern und hormonähnliche Wirkungen besitzen können.

Verschiedene Wege zur körperlichen und psychischen Wirkung

Körperliche Wirkung

Durch ihre kleine Molekularstruktur gelangen ätherische Öle über Haut und Schleimhaut in den Blutkreislauf und das Gewebe. Auf diesem Weg beeinflussen sie den gesamten Organismus. Über das Einatmen gelangen sie über Schleimhäute und Lunge ebenso in den Blutkreislauf. Bei der innerlichen Einnahme wird ein Teil der Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, größtenteils gelangen sie über die Mundschleimhäute in den Blutkreislauf.

Aromatherapie

Der Begriff "Aromatherapie" ist sehr unglücklich gewählt, denn das Baden in einem mit ätherischen Ölen bedufteten Badezusatz, die Anwendung in der Duftlampe oder auch in einem Massageöl sind keine Aromatherapie. Ein besseres Wort dafür ist die Aromawellness, die dazu dient, sich wohlzufühlen, das Immunsystem zu stärken und kleinere Beschwerden zu lindern.

Aromatherapie ist die gezielte Behandlung mit ätherischen Ölen von Krankheiten, die fester Bestandteil der Phytotherapie ist. Aromatherapeutisch arbeiten dürfen in Deutschland nur Ärzte und Heilpraktiker. Eine aromatherapeutische Behandlung bedarf einer genauen ärztlichen/heilpraktischen Diagnose der Krankheit, Kenntnisse der Biochemie der verwendeten ätherischen Ölen und bei bestimmten Krankheiten wird ein Aromatogramm hergestellt. Hier werden gezielt in einem Labor ausgewählte ätherische Öle auf ihre Wirksamkeit gegenüber bestimmten Krankheitserregern getestet, da jeder Mensch und Keim individuell auf eine solche Therapie anspricht. Auch werden aromatherapeutische Mischungen immer nur zeitlich begrenzt gegeben. Von einer Selbstmedikation mit ätherischen Ölen ist dem Laien absolut abzuraten, da es hier immer wieder zu Nebenwirkungen kommt.

Psychische Wirkung

Durch die Nase gelangen die Duftinformationen ins Gehirn und nehmen Einfluss auf die Gefühle, das vegetative Nervensystem, die Hormonproduktion und das Immunsystem. Was im Gehirn an elektrischen Impulsen der Duftinformation ankommt, bewirkt eine sofortige Ausschüttung von Botenstoffen (Neurotransmittern), die sofort auf die Stimmung wirken.

Beispiele ätherischer Öle

siehe Kategorie:Ätherisches Öl

2-Phenylethanol
Anisöl
Basilikumöl
Bergamotte
Birkenöl
Bittermandelöl
Cajeputöl
Eukalyptusöl
Honigöl
Hopfenöl
Karottensamenöl
Lavendelöl
Minzöl
Neroli
Orangenöl
Petitgrain
Pfefferminzöl
Rosenoxid
Rosenöl
Sandelholzöl
Wacholderöl
Zimtöl
Zitronenöl

 
 
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Parfum Informationen : Riechstoffe
 
Riechstoffe sind alle natürlichen und synthetischen Stoffe, die einen Geruch besitzen.

Der Begriff Duftstoffe wird oft als ein Synonym gebraucht, ist aber in Wirklichkeit nicht so umfassend wie Riechstoffe, da diese auch z.B. stinkende Stoffe mit einbegreifen. Viele werden als Grundstoffe in der Parfümproduktion verwendet.

Um als Geruch wahrgenommen zu werden, muss ein Stoff leicht im Luft verteilbar sein.
 
 
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Parfum Informationen : Duftstoff
 
Tierische Duftstoffe

Viele Tiere besitzen Duftdrüsen, die (zumindest für bestimmte Tiere) angenehm riechen; bekannt ist zum Beispiel das Moschus.

Die Tiere benutzen ihren Duftstoff beispielsweise um ihr Revier zu markieren (Duftmarken) oder Artgenossen Botschaften mitzuteilen. (Verständigung der Artgenossen) So markieren Ameisen ihre Straßen mit Ameisensäure.

Für die Anlockung der Sexualpartner verspritzen beispielsweise empfängnisbereite weibliche Tiere Urin, um den männlichen Artgenossen zu signalisieren, dass sie gedeckt werden können. Auch locken einige Schmetterlingsarten ihre Partner über viele Kilometer hinweg mit Duftstoffen an.

Duftstoffe können zudem zur Erregung des Geschlechtspartners dienen. Duftdrüsen sind bei Säugermännchen besonders während der Brunst stark entwickelt. (Vorhautdrüse des Bibers oder dem Moschusbeutel des Moschustiers). Der Biber verspritzt sog. "Bibergeil" um Artgenossen anzulocken. Dieser Duftstoff wird/wurde von Jägern bei der Jagd von Bibern gerne eingesetzt, da er sehr hohe Fangquoten garantierte.

Zur Abschreckung gegenüber Feinden nutzen beispielsweise Stinktiere Stinkdrüsensekret.

Pflanzliche Duftstoffe

Pflanzen besitzen Duftstoffe, um Insekten anzulocken oder Fressfeinde abzuschrecken. Süße Düfte werden meist als Lockmittel verwendet, übelriechende zur Abwehr.


Synthetische Duftstoffe

Werden oft in Parfüms, Duftkerzen, Raumdüften/sprays etc. eingesetzt. In diesen Produkten findet man selten natürlich Duftstoffe, da die Nachfrage höher ist, als dass Rohstoffe existieren. Es wäre ökologisch nicht vertretbar, die natürlichen Duftstoffe zu verwenden. Zu den synthetischen Duftstoffen gehören unter anderen Zimtaldehyd, Cumarin, Benzylidenheptanal, Limonen, Eugenol... Synthetische Duftstoffe können bei empfindlichen Personen Allergien auslösen.

Duftstoffe beim Menschen

Der Mensch nutzt, ähnlich dem Tier, eigene Duftstoffe (Pheromone) zur sexuellen Lockung und Werbung, auch sind verschiedene Duftstoffe in der Reinigungs- und Waschmittelindustrie zentrale Bestandteile der Produkte.


 
 
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Hauptseite : Bedeutende Parfümeurinnen und Parfümeure
 
* Henri Alméras kreierte 1935 für Jean Patou „Joy"
* Ernest Beaux („Bo“), kreierte für Chanel „Bois des Iles“ (1926), „Cuir de Russie“ (1927), „No. 22“ (1922) und schuf 1921 mit „No. 5“ das bekannteste und das erste, das auf synthetischen Riechstoffen - den Aldehyden - beruht.
* Frank Rittler (Henkel), Tristano Onofri, Fila, Lyra A.Delon, Marilyn Monroe, Steffen Schraut, Hoje (Natura) etc.
* Calice Becker (Quest International), Dior „J'adore“ (1999), Karan Serie „DKNY Energy“ (2002), Lauder Serie „Beyond Paradise“, Joop! „What About Adam“ (1997), Hilfiger „Tommy Girl“
* Pierre Bourdon (Fragrance Resources) u. a. Davidoff „Cool Water“, Davidoff „Good Life“, Dior „Dolce Vita“ (1995 mit Maurice Roger), Saint Laurent „Kouros“ (1981), Saint Laurent „Live Jazz“, The Different Company „Poudre Iris“
* Jean Carles, Carven „Ma Griffe“ (1946), Dior „Miss Dior“ (1947 mit Paul Vacher), Dana „Canoe“ (1935), Dana „Tabu“ (1932), Schiaparelli „Shocking“ (1937)
* Jacques Cavallier (Firmenich) „L'Eau d'Issey“, „Bulgari for men“ u. a.
* Bernard Chant (+ 1987), Serie „Aramis“ (1965), Clinique „Aromatics Elixir“ Gres „Cabochard“
* François Coty (1874-1934), begründete 1917 mit „Chypre“ den neuen Typ der Chypre-Parfums, die vom Akkord aus Citrus-Frische im Kontrast zu Eichenmoos geprägt sind
* Ernest Daltroff (1867-1947), Gründer des Hauses Caron, kreierte die frühen Parfums des Hauses
* Jean Claude Ellena, seit 2004 „Nase“ der Maison Hermès mit der „Hermessence-Serie“, u.a. Bulgari „The Vert“-Serie (1992), Van Cleef & Arpels „First“ (1976), arbeitet auch für die elitären Nischen-Parfumanbieter The Different Compan und Les Editions de Parfums
* Johann Maria Farina (1685-1766), Createur von Eau de Cologne (1714)
* Tina Farina, schuf u. a. Duft Typologie, Tina Farina (1981)
* Edouard Fléchier, seit 2005 „Nase“ der Maison Guerlain, Dior „Poison“-Serie (1985), Lacroix „C'est La Vie“
* Olivia Giacobetti, u.a. Shiseido „IUNX“, Hermès „Hiris“, Lubin „Idole“ (2005), zahlreiche Parfums für L'Artisan Parfumeur
* Sophia Grojsman (IFF International Flavours & Fragrances) Boucheron „Jaipur“ (1994 mit Jean Pierre Mary), Klein „Eternity“ (1988), Lauder „Spellbound“, Kenzo „Kashaya“, Lagerfeld „Sun Moon Stars“, Lalique „Parfum Lalique“ (1992), Lancome „Tresor“ (1990), Biagiotti „Sotto Voce“, Saint Laurent Paris (1983)
* Aimé Guerlain (+ 1910) „Jicky“ (1889)
* Jacques Guerlain (1874-1963) u.a. „Apres L’Ondée“ (1906), „L’Heure Bleue“ (1912), „Mitsouko“ (1919), „Shalimar“ (1925), „Sous Le Vent“ (1933), „Vol de Nuit“ (1933)
* Jean-Paul Guerlain, zog sich 2002 zurück, u.a. „Chamade“ (1969), „Chant d'Arômes“ (1962), „Jardins de Bagatelle“ (1983), „Mahora“ (2000), „Nahéma“ (1979), „Parure“ (1975), „Samsara“ (1989)
* Pierre-François Pascal Guerlain (+ 1864), Gründer der Maison Guerlain, schuf die Eaux de Cologne
* Jean Guichard (Givaudan), Cacharel „Eau de Eden“, Cacharel „LouLou“ (1987), Klein „Obsession“, Cartier „So Pretty“ (1995), Celine „Pour Femme“ (2000), Hermes „Concentre d'Orange Vert“ (2004), Montana „Parfum de Peau“ (1986), Ricci „Deci Dela“, Ricci „Les Belles“, Trussardi „Donna“
* Hugo Janistyn, schuf u. a. Russisch Leder für Farina (1966)
* Jean Kerléo („Nase" der Maison Jean Patou von 1967 bis 1998 und Gründer der Osmothèque in Versailles) „1000“ (1972), „Ma Liberte“ (1987), „Privé“, „Sublime“ (1992), „Voyageur“; Lauder „Knowing“
* Francis Kurkdjian, Acqua di Parma „Iris Nobile“ (2004 mit Françoise Caron), Arden „Green Tea“-Serie, Armani „Mania for men“, Guerlain „Rose Barbare“ (2005), Gaultier „Fragile“ (1999), „Gaultier2“ (2005), „Le Male“ Joop! „Muse“ (2003), Versace „Jeans Couture Glam“,
* Sophie Labbé (IFF International Flavours & Fragrances) Cacharel „Promesse“, Givenchy „Organza“-Serie, „G de Gigli“, Ricci „Premier Jour“ and „Boss Woman“
* Christophe Laudamiel, „American Beauty Wonderful“ (2005), Clinique „Happy Heart“, Lauder „Youth Dew Amber Nude“ (2005), Kors „Island“ (2005 mit Loc Dong), Lauren „Polo Blue“ (mit Carlos Benaïm), Hilfiger „True Star Gold“ (2005)
* Nathalie Lorson, Chopard „Wish“, Dolce & Gabbana „D & G Pour Femme“ (mit Max Gavarry), Brosseau „Ombre d'Or“, Sander „Pure“-Serie (2003/2004 mit Ilias Ermenidis), Sander „Sensations“ (2000 mit Alain Astori?),
* Annick Menardo, Bulgari „Black“ (1998), Hugo Boss „Boss“ (1998), Lancôme „Hypnose“ (2005 mit Thierry Wasser), „Lolita Lempicka“ (1997), Montana „Blu“ (2000)
* Pierre Montale, Oud Queen Rose, Greyland, Crystal Flowers, Soleil de Capri, Sweet Oriental Dream
* Alberto Morillas, Bulgari „Blu“-Serie(2000), Klein „One“-Serie (1994 mit Harry Fremont), Cartier „Le Baiser du Dragon“ (2003), Cartier „Panthère“, Armani „Aqua di Gio“, Lanvin „Oxygene“-Serie (2000), Hilfiger „Tommy“ (1994 mit Annie Buzantian)
* Michel Morsetti für Caron: „Coup de Fouet“ (1954), „Farnesiana“ (1947), „Muguet du Bonheur“ "Or et Noir" (1949), „Poivre“ (1954), „Pour Une Femme“ (1949), „Rose“ (1949), „Tabac Noir“ (1948), „With Pleasure“ (1949)
* Paul Parquet, Houbigant „Chantilly“ (1941), Houbigant „Fougere Royale“ (1882)
* Jacques Polge seit 1978 die „Nase“ für die Maison Chanel: „Bois Noir“ (1987), „Chance“ (2002), „Coco“ (1984), „Coco Mademoiselle“ (2001), „Cristalle“ (1993), „Egoïste“ (1990), „Allure“; für Ungaro: „Diva“ (1984), „Senso“ (1987), für Tiffany: „Pure Tiffany“ (2003), „Sheer Tiffany“ (1999), „Tiffany for Men“ (1989)
* Olivier Polge, Bulgari „Eau Parfumée au Thé Rouge“ (2005), Dior „Pure Poison“ (2004 mit Dominique Ropion & Carlos Benaïm), „Dior Homme“ (2005), Ungaro „Apparition for men“ (2005), „Armani Code for women“ (2006 mit Dominique Ropion & Carlos Benaim), Guerlain „Cuir Beluga“ (2005), La Perla „Blue“, Moschino „Friends Men“ (2005), Viktor & Rolf „Flowerbomb“ (2005 mit Carlos Benaïm and Domitille Michalon)
* Francois Robert, Lanvin „Vetyver“ (2003), mehrere Parfums für Parfums de Rosine
* Guy Robert, Dior „Dioressence“ (1979), Gucci „No. 1“ (1972), Hermès „Caleche“ (1961), Hermès „Equipage“ (1970), Rochas „Madame Rochas“ (original version, 1960), Rochas „Monsieur Rochas“ (1969)
* Henri Robert, Chanel „Cristalle“ (1974), Chanel „No. 19“ (1970), Chanel „Pour Monsieur“ (1955)
* Dominique Ropion, u.a. Dior „Pure Poison“ (2004 mit Carlos Benaïm & Olivier Polge), Malle „Carnal Flowers“ (2005), Malle „Une Fleur de Cassie“, Malle „Vetiver Extraordinaire“, Armani „Code for women“ (2006 mit Carlos Benaim & Olivier Polge), Givenchy „Amarige“ (1991), Givenchy „Very Irresistible for women“ (mit Sophie Labbe & Carlos Benaïm), Givenchy „Ysatis“ (1984)
* Vincent Roubert, Coty „A Suma“, Coty „L'Aimant“ (1927 mit François Coty), Coty „L'Or“ (1912), Coty „Vertigo“, Jacques Fath „Green Water“ (1947), Jacques Fath „Iris Gris“ (1947)
* Maurice Roucel (Quest International), Bond no. 9 „Broadway Nite“ (2003), Bond no. 9 „New Haarlem“ (2003), Bond no. 9 „Riverside Drive“, Castelbajac „Castelbajac“, Malle „Musc Ravageur“, Strehle „Strenesse“, Gucci „Envy“, Hermès „24 Faubourg“, Krizia „K“, Lalique „Pour Homme“, Lutens „Iris Silver Mist“ (1994)
* Edmond Roudnitska (1905-1996), für Christian Dior: „Diorama“ (1948), „Dior-Dior“, „ Diorella“ (1972), „Diorissimo“ (1956), „Eau Fraiche“ (1955), „Eau Sauvage“ (1966), „Miss Dior“ (1947); für Hermès: „Eau d'Hermès“ (1949), Grande Eau d'Hermès; für Rochas: „Femme“ (1944), „La Rose“, „Mouche“, „Mousseline“, „Moustache“ (1949)
* Michel Roudnitska (Sohn von Edmond), u. a. für DelRae (San Francisco), Malle „Noir Epices“
* Ralf Schwieger, Malle „Lipstick Rose“, Hermès „Eau des Merveilles“ (2004 mit Nathalie Feisthauer)
* Christopher Sheldrake, die „Nase“ der Maison Serge Lutens, ab 2005 für Chanel tätig; u.a. „A La Nuit“ (2000), „Ambre Sultan“ (2000), „Arabie“ (2000), „Chergui“ (2001), „Clair de Musc“ (2003), „Cuir Mauresque“ (1996), „Daim Blond“ (2004), „Datura Noir“ (2001), „Douce Amère“ (2000), „Miel de Bois“ (2005), „Muscs Koublai Khan“ (1998), „Rahat Loukoum“ (1998), „Sa Majeste de Rose“ (2000), „Santal Blanc“ (2001), „Santal de Mysore“ (2001), „Tubereuse Criminelle“ (1999)
* Jean-Louis Sieuzac, Dior „Dune“ (1991), Dior „Fahrenheit“, de la Renta „Oscar“ (1977), Rykiel „Sonia Rykiel“, Saint Laurent „Opium“ (1977)
* Paul Vacher († 1975), Dior „Miss Dior“ (1947, mit Jean Carles), Lanvin „Arpège“ (1927 mit Andre Fraysse)



 
 
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Parfum Informationen : Parfüm
 
Parfüm

Ein Parfüm oder Parfum (franz.: parfum = Duft; aus lat.: per = durch und lat.: fumum = Rauch, Dampf; aus der Anwendung von Räucherstoffen abgeleitet) ist ein meist flüssiges Gemisch aus Alkohol und Riechstoffen und dient der Erzeugung angenehmer Gerüche. Parfüms werden vor allem für folgende Zwecke eingesetzt:

* Parfüm im engeren Sinn: Die Duftkompositionen der Parfümerie dienen häufig dem persönlichen Wohlbefinden und der Selbstdarstellung.
* Parfüm, allgemein Riechfläschchen dienten in alter Zeit auch als Erste Hilfe bei emotionalem Schock: „Frau Nachbarin, ihr Riechfläschchen...“ (Gretchen in Goethes Faust). Einige moderne Naturparfums eignen sich auch bei Reisekrankheit, Flugangst und Angst vor Neuem.
* Duftstoffe die in Parfüms zur Anwendung kommen, werden auch dazu verwendet, Konsumenten eine Vielzahl von Produkten attraktiv zu machen. Parfümiert sind viele Produkte in Bad, Küche, Haus und Garten. Produkte mit einem unangenehm starken Eigengeruch, wie zum Beispiel Reinigungsmittel oder Haarfärbemittel, werden mit Duftstoffen der Nase des Käufers angenehm gemacht. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der funktionalen Parfümerie. In der Lebensmittelindustrie gelten Aromastoffe ebenfalls als unverzichtbar, beispielsweise mit Vanille, die gleichermaßen in Süßspeisen und Parfüms verwendet wird.

Geschichte des Parfüms [Bearbeiten]

Bekannt war duftende Kosmetik als Kyphi bereits vor fünftausend Jahren in Luxor bei den Ägyptern und wurde später auch von Arabern und Römern genutzt. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Herstellung auch in Europa dokumentiert. Als Gründer-Zentrum der europäischen Parfum-Industrie gilt Grasse (Frankreich).

Bestandteile und Herkunft [Bearbeiten]

Grundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich Alkohol (ca. 80 %) und darin gelöste natürliche Essenzen (ätherische Öle pflanzlicher oder tierischer Herkunft), sowie immer mehr synthetisch hergestellte Duftstoffe, in der Fachsprache „Riechstoffe“ genannt. Die meisten dieser Duftstoffe können heute in größeren Mengen und daher günstiger hergestellt werden.

Aus der verfügbaren Menge von ca. 200 natürlichen Essenzen und ca. 2.000 synthetischen Duftstoffen werden etwa 30 bis 80 verschiedene Stoffe für eine Parfümkomposition gemischt.

Die Deklaration erfolgt seit 2005 EU-weit nach dem INCI-System. Die EU_Richtlinie_2004_93_EC mit der Deklarationspflicht für 26 „Allergene“ trägt eher noch zur Verwirrung bei, denn: „Es zeigt sich, dass eine ganze Reihe der 26 Stoffe falsch bewertet wurden.“ Lediglich 7 davon führen bei öko-test zu einer Abwertung, davon wurden schon seither Zimtaldehyd, Isoeugenol, Eichenmoos, Baummoos, Hydroxycitronellal und Zimtalkohol auch wegen ihrem irritierenden Potential von den Parfumeuren meist nur sehr sparsam eingesetzt.

Verdünnungsklassen [Bearbeiten]

Es werden, abhängig von der Konzentration an Duftölen, folgende Verdünnungen unterschieden:

* EdS sind potenzierend aufgearbeitete homöostatische Parfums (bis 1 %)
* EdC Eau de Cologne (3–5 %)
* EdT Eau de Toilette (6–9 %) bei sog. Extreme- oder Intense-Varianten auch mehr
* EdP Eau de Parfum (10–14 %) Intense-Varianten bis 20 %
* Extrait Parfum (15–30 %) Intense-Varianten bis 40 %

Mit steigendem Riechstoffanteil steigt das irritierende Potential, es kommt immer mehr Chemie auf die Haut. Der Riechstoffanteil hat sich seit dem 17.Jahrhundert vom EdC über EdT zum EdP stetig erhöht. Extreme- oder Intense-Varianten enthalten noch mehr ätherische Öle. Die EdS mit ihrem Launch 1994 sind Vorreiter einer Gegenbewegung hin zu den ab dem 21. Jahrhundert verwendeten leichteren Sommerparfums.

Duftintensität und Duftwirkung [Bearbeiten]

Je nach Zusammensetzung des Parfums, haben Parfums unterschiedliche Duftintensität und unterschiedliche Duftwirkungen. Riechstoffauswahl und Riechstoffkonzentration beeinflussen sowohl die Duftintensität als auch die Duftwirkung. Dabei werden folgende Schwellenwerte beobachtet:

* Duftwirkungs-Schwelle, ab dieser noch nicht wahrnehmbaren Intensität reagiert der Körper auf den Duft.
* Wahrnehmungs-Schwelle, Aura, man riecht etwas, kann es jedoch noch nicht zuordnen.
* Erkennbarkeits-Schwelle, Duft ist erkennbar und benennbar. Mit steigender Duft-Intensität wandelt sich der Duft von
* angenehmer Duft, über
* aufdringlicher Duft bis hin zur
* Flucht-Schwelle, die unbewusst eine Fluchtreaktion auslöst.

Duftnoten [Bearbeiten]

Ein Parfüm kann durch unterschiedliche Anteile der Grundbestandteile sehr viele verschiedene Duftnoten annehmen. Es kann beispielsweise blumig-feminine, maskuline, orientalische, fruchtige, pudrige, zitrusfrische oder klassisch-elegante Duftnuancen aufweisen.

Ein Parfüm setzt sich aus Kopf-, Herz- und Basisnote zusammen.

* Die Kopfnote ist unmittelbar nach dem Auftragen des Parfüms auf der Haut wahrzunehmen. Da sie für den ersten Eindruck und die Kaufentscheidung wichtig ist, ist die Kopfnote meist intensiver als die anderen und wird von leichtflüchtigen Duftstoffen geprägt. (Aus diesem Grund sollte man bereits einige Zeit vor dem Kauf ein Parfüm auf der eigenen Haut testen, um über den – für den Träger wichtigeren – Duft der Herznote urteilen zu können.)
* Die Herznote ist in den Stunden, nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt hat, zu riechen.
* Die Basisnote ist der letzte Teil des Duftablaufes und enthält langhaftende Bestandteile.

Parfüms können relativ lange gelagert werden, am besten in einem dunklen und kühlen Raum, damit kein Licht, keine Feuchtigkeit und keine Hitze das Parfüm verfliegen lässt oder den Duft beeinträchtigt. Bei zu langer oder schlechter Lagerung kann es zu einer unangenehmen Veränderung des Duftes kommen.

Die wichtigsten Duftbausteine [Bearbeiten]

Die wichtigsten Duftbausteine sind synthetisierte Riechstoffe und natürliche Riechstoffe, die uns an Blüten, Früchte, Gewürze, Rinde und Harz, Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln, tierische Sekrete und sogenannte Gourmand-Noten erinnern.

* Zu den wichtigsten Blüten gehören Pelargonien auch afrikanische Geranium (Storchenschnäbel) genannt, Hyazinthe, Jasmin (nur in höchst aufwendigem, mehrstufigem Verfahren zu gewinnen, eine Tonne Blüten ergibt ein Kilo Absolue), Lavendel (das in der Parfümerie wohl am meisten verwendete ätherische Öl), Maiglöckchen, Mimose, Neroli (wird aus den Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen), Osmanthus (in modernen Fantasienoten), Rose (die Blütenblätter werden einzeln gezupft; einer der am häufigsten verwendeten Blütenduftbausteine), Tuberose (Nachthyazinthe) (einer der teuersten Duftstoffe, wird durch Enfleurage gewonnen), Veilchen, Ylang-Ylang
* Zu den wichtigsten Früchten gehören Bergamotte, Grapefruit, Limette, Orange (wird aus den Früchten des Orangenbaums gewonnen), Orange bitter (wird aus den Früchten des Bitterorangenbaums gewonnen), Zitrone, Pfirsich, Grüner Apfel, Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Pflaume, Kokos, Cassis (schwarze Johannisbeere)
* Gewürze sind vor allem Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskatnuss, Nelke (verwendet werden Blüten und Blätter), Piment (Nelkenpfeffer), Rosmarin (häufig verwendet), Vanille, Zimtrindenöl
* Auch Rinden und Harze kommen zum Einsatz: Benzoe Siam, Elemi (häufig in Fougère-Kompositionen), Myrrhe, Olibanum (Weihrauch), Opopanax, Perubalsamöl, Rosenholz, Sandelholz, Styrax, Tolubalsam, Zedernholz, Wacholder.
* Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln: Malabar- oder Citronella, Baum- und Eichenmoos (gibt einer Duftkreation Wärme und Haftfestigkeit), Galbanum, Iriswurzel (sehr wertvoll und von hoher Originalität), Lorbeer, Muskatellersalbei, Patchouli (ein wichtiger Dufteckpfeiler), Petitgrain (wird aus den grünen Teilen des Bitterorangenbaums gewonnen, Blätter, Zweige, unreife Früchte), Tabakblätter (für echte Tabaknoten unerlässlich), Tonkabohne, Veilchenblätter, Vetiver-Gras, Wacholderbeeren, Zypresse
* Tierische Sekrete: Amber, Castoreum, Moschus (einer der ältesten und sagenumwobendsten Duftbausteine; wird heute nur noch in synthetischer Form eingesetzt), Zibet
* Gourmand-Noten: Schokolade, Karamell, Zucker, Zuckerwatte, Honig, Süße Milch, Mandel sind im 21. Jahrhundert vermehrt gefragt.
* Synthetische Duftstoffe: Hier können nur einige Beispiele genannt werden. Auf die Aufzählung chemischer Formeln wird verzichtet: Aldehyde (für die Parfümerie von überragender Bedeutung), Cumarin, Heliotropin, Vanillin, Maltol (intensiv süss, warm, fruchtig, karamellartig). Moschus Keton und Moschus Xylol ersetzten und Phenole verfälschten das tierische Moschus, polycyclische Moschusverbindungen sind seit 2005 endgültig verboten.

Persönliche Verwendung [Bearbeiten]

Das Parfüm als Wohlgeruch wird sowohl von Frauen als auch von Männern hauptsächlich dazu verwendet, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Geschmack oder Stil zu unterstreichen. Dabei entwickelt sich jede Duftnote auf der Haut verschiedener Menschen unterschiedlich. Daher ist es wenig sinnvoll, Düfte nach dem Eindruck auf einem Teststreifen oder auf der eigenen Haut an andere Personen zu verschenken. Düfte sollten auf gut durchbluteten Stellen aufgesprüht werden, wie an den Handpulsen, an der Pulsader am Hals und hinter den Ohren.

Allergiker können auf verschiedene Parfüms unterschiedlich reagieren und und sollten an einer kleinen unauffälligen Stelle die Verträglichkeit testen. Ein zweiter Test sollte im Abstand von 10 Tagen stattfinden. Erst wenn auch nach dem zweiten Test Hautreizungen auftreten besteht tatsächlich der Verdacht auf Irritation oder Allergie: Bei einer Allergie hilft nur das Meiden der Allergene oder eine Hyposensibilisierung durch einen erfahrenen Arzt. Bei der sehr häufig auftretenden Irritation genügt es die Konzentration und-oder die Anwendungshäufigkeit auf ein normales Maß herabzusetzen. Eine einmalig auftretende Haut-Rötung ist die gesunde homöostatische Erstreaktion.


Kritik [Bearbeiten]

Bei übertriebener Anwendung, insbesondere in der Arbeitswelt, kann Parfüm auch störend wirken. In den USA gibt es eine Bewegung für eine duftfreie Arbeitsatmosphäre, die gegen intensive Parfümbelästigung vorgeht. Empfindliche Personen können auf starken Parfümgeruch mit Benommenheit, rasendem Puls, Atemwegsbeschwerden, Asthmaanfällen, Kopfschmerzen, brennenden Augen, Taubheitsgefühlen und Übelkeit reagieren.

Bei Tests der Zeitschrift Öko-Test 2007 fielen viele Produkte durch, weil sie die Gesundheit von Menschen und die Umwelt gefährden können. Personen, die häufiger Überempfindlichkeitsreaktionen auf Parfums beobachten, sollten diese zurückhaltender verwenden. Auch muss bei Menschen, die mit starken Reaktionen nach dem Einatmen von Parfums reagieren, an eine MCS-Erkrankung (Multiple Chemikalienunverträglichkeit) gedacht werden. Diese Erkrankung wird von vielen Medizinern mit einer chronischen Vergiftung des Kö