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| Autor: Parfumer | 4 Januar 2008 | Gelesen: 468 |
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Einleitung
Etherische Öle, Oberbegriff für verschiedene duftende Substanzen, die aus Pflanzen gewonnen werden. Sie lassen sich auch synthetisch, beispielsweise aus bestimmten Chemikalien im Steinkohlenteer, erzeugen. Halbsynthetische etherische Öle stellt man auf der Basis von natürlichen her (siehe Chemie, organische; Erdöl).
Quellen
Etherische Öle kann man aus verschiedenen Pflanzenteilen isolieren: aus Blüten, Früchten, Blättern, Wurzeln, Samen oder aus der Rinde. Lavendel-Öl wird z. B. aus der Blüte des Echten Lavendels gewonnen, Patschuli-Öl erhält man aus dem Blatt der Patschulipflanze und das Orangen-Öl aus der Frucht. Die Öle werden in den grünen (Chlorophyll enthaltenden) Teilen der Pflanze gebildet und beim Reifen in andere Pflanzenbereiche transportiert – vor allem in die Blütenzweige. Die genaue Funktion der etherischen Öle in den Pflanzen ist nicht bekannt. Vielleicht locken sie Insekten für die Bestäubung an oder wehren schädigende Insekten ab. Möglicherweise stellen sie auch nur Zwischenprodukte komplexerer Abbaureaktionen dar, die in den Pflanzen ablaufen.
Die etherischen Öle sind leicht flüchtige Flüssigkeiten. Meist sind sie in Wasser unlöslich, aber gut löslich in Alkohol, Ether oder pflanzlichen und mineralischen Ölen. Etherische Öle sind komplizierte Gemische. Ein einzelnes Öl enthält meist fünf bis zwanzig verschiedene Verbindungen. Zu den gefundenen Substanzklassen gehören Alkohole, Ester, Aldehyde, Ketone, Lactone, schwefel- und stickstoffhaltige Verbindungen sowie Kohlenwasserstoffe.
Herstellung und Anwendung
Etherische Öle kann man z. B. durch folgende Verfahren gewinnen: Wasserdampfdestillation, Extraktion durch flüchtige Lösemittel, maschinelles oder manuelles Auspressen und Adsorption an Fetten, die in diesem Fall als Lösemittel fungieren. Außerdem lassen sich einige etherische Öle synthetisch herstellen. Die Rohprodukte werden meist durch Vakuumdestillation gereinigt.
Etherische Öle sind wichtige Ausgangsstoffe bei der Parfümherstellung und werden auch für Seifen, Desinfektionsmittel und ähnliche Produkte benötigt. Unter anderem dienen sie auch dazu, Kaffee, Tee oder destillierten Alkoholika ein bestimmtes Aroma zu verleihen. In der Medizin kommen sie wegen ihres angenehmen Geruchs oder aufgrund ihrer schmerzlindernden Eigenschaften zum Einsatz. Hier können verschiedene Artikel über einzelne etherische Öle aufgerufen werden.
Quelle: "Etherische Öle," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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| Autor: Parfumer | 4 Januar 2008 | Gelesen: 356 |
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Parfümerzeugung
Parfümerzeugung, im allgemeinen Sinn die Verfahren zur Parfümherstellung auf der Basis von natürlichen oder synthetischen Duft- bzw. Riechstoffen. Natürliche Riechstoffe sind angenehm riechende Substanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft – zu diesen gehören beispielsweise etherische Öle. Um Stoffe mit einer vergleichbaren Wirkung zu gewinnen, nutzt man prinzipiell zwei Wege:
* a) der natürliche Riechstoff wird vollständig synthetisiert (z. B. Vanille) oder * b) man synthetisiert nur den Teil des Riechstoffes, der den Duft des natürlichen Produktes ausmacht.
Im Fall a) spricht man auch von naturidentischen Riechstoffen, im Fall b) auch von halbsynthetischen Produkten. In beiden Fällen nutzt man natürliche Ausgangsstoffe, die dann auf chemischem Weg behandelt werden.
Die vier wichtigsten Riechstoffe tierischer Herkunft sind Moschus, Zibet, Ambra (auch Amber) und Castoreum. Moschus ist ein getrocknetes Drüsensekret der männlichen Moschustiere. Ein ähnlicher Stoff wird von Moschusochsen, Bisamratten und Florida-Alligatoren abgesondert. Zibet ist ebenfalls ein Drüsensekret und wird von der Zibetkatze (Viverra zibetha) gewonnen – diese stammt ursprünglich aus Afrika. Ambra, ein Gallensekret der Pottwale, ist vermutlich das Ergebnis einer Stoffwechselstörung. Castoreum ist ein Drüsensekret der Biber, das in frischem Zustand zähflüssig ist. Für die kommerzielle Verwendung wird es rauchgetrocknet. Tierische Duftrohstoffe sind deshalb wertvoll, weil sie die flüchtigeren pflanzlichen Rohstoffe fixieren.
Pflanzliche Riechstoffe erhält man u. a. aus den Blättern (z. B. Salbei, Thymian und Minze) und aus der Rinde (z. B. Zimt und Kassie). Außerdem dienen auch das Holz (z. B. Campher sowie Zedern- und Sandelholz), die Blütenblätter (z. B. Rosen und Veilchen), Samen (bei Anis und Kümmel) sowie Wurzeln (z. B. Schwertlilie) als Ausgangsmaterial. Darüber hinaus lassen sich auch aus den Schalen von Früchten (z. B. Orangen) oder bestimmten Baumharzen (z. B. Myrrhe) natürliche Riechstoffe gewinnen.
Das Zentrum der Parfümherstellung aus natürlichen Stoffen ist seit Jahren die Stadt Grasse in Frankreich. Blumen für die Parfümerzeugung werden auch in der Türkei, in Bulgarien, Indien und Syrien angebaut. Istanbul und Edirne in der Türkei sind besonders bekannt für die Herstellung von Rosenöl.
Quelle: "Parfümerzeugung," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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